6.1 Biotope, Ökologie
Durch den Bohnerzabbau entstanden etliche Gruben, welche sich teilweise mit Wasser
füllten und so zu einem Lebensraum für viele Amphibienarten wurden. Diese Gruben
wurden bisher nur sporadisch oder gar nicht gepflegt, so dass sich Laub und Äste in
den Gruben sammelte. Acht dieser Gruben sollen im Verlauf des Projektes von Biomasse
befreit und wieder in Stand gestellt werden.
Die Waldbestände im Südranden weisen wertvolle Waldgesellschaften auf. So findet
sich im Projektgebiet ein sehr eindrücklicher Bestand alter Eichen, durchmischt mit
weiteren Laubbaumarten wie Weissbuche, Ahorn und Esche, aber auch Nadelbäume
wie die Föhre.
Im Projektgebiet können einige Amphibienarten von Laichgewässern profitieren:
- Grasfrosch
- Erdkröte
- Bergmolch
- Gelbbauchunke
Während der Grasfrosch, die Erdkröte und der Bergmolch nicht sehr hohe Anforderungen
an ihr Laichgewässer stellen, ist die Gelbbauch-unke bevorzugt in den Bohnerztümpeln
sowie weiteren pionierartigen Gewässern wie Lehmabbaugruben zu finden. Um die Laichgewässer für diese Amphibienarten zu erhalten, sollen die Gruben von
Biomasse befreit werden.
Eine zusätzliche Besonnung ermöglicht eine Besiedelung mit
Wasserpflanzen, welche ihrerseits für Libellen und andere Wasserinsekten attraktiv
sind.
Dazu sollen einige Rotbuchen um die Gruben gefällt werden.
Der Mittelspecht ist in seiner Lebensweise eng an die Eiche gebunden. Der Kanton
Schaffhausen trägt für den Mittelspecht eine besondere Verantwortung, da der Vogel
in der Nordschweiz und entlang des Jurasüdfusses bedroht ist. Seine Bestände lassen
sich nur sichern, wenn die bestehenden Eichen erhalten und junge Eichen vermehrt
gefördert werden.
Die Schweizerische Vogelwarte Sempach, der Schweizer Vogelschutz
SVS sowie das Bundesamt für Umwelt Bafu haben gemeinsam einen Aktionsplan
zur Erhaltung und Förderung des Mittelspechts erstellt.
Im Projektgebiet sollen die bestehenden Eichen gepflegt und junge Eichen gefördert
werden.
Weitere Massnahmen können mit den erwähnten Organisationen sowie mit
dem kantonalen Planungs- und Naturschutzamt, dem Forstamt und der Gemeinde abgesprochen
werden.
Im Gebiet des Südrandens kommen weitere Waldtiere wie das Wildschwein, der Sikahirsch
oder das Reh vor. Auch diese Waldbewohner profitieren von Aufwertungen im
Gebiet.
Das Wildschwein nutzt flache Gruben als Suhle oder zur Nahrungssuche (Wurzeln,
Würmer, Insektenlarven).
6.2 Trocken-Gruben
Im Projektgebiet werden trockene Bohnerzgruben wieder so hergestellt, wie zur aktiven
Abbauzeit.
Eine Grube wird als Erlebnisgrube ausgeschieden. Hier kann der Besucher
selber nach Bohnerz suchen.
6.3 Lehrpfad und Informationsstand
Es wird ein Lehrpfad eingerichtet der die Besucher durch die Feucht-biotope führt, sie
auf Besonderheiten und Sehenswertes hinweist sowie die Bedeutung der Biotope als
wertvollen Lebensraum erklärt.
Ebenfalls wird bei den Trockengruben ein Lehrpfad eingerichtet. Hier erfährt der Besucher
wissenswertes über den Bohnerzabbau, dessen wirtschaftliche Bedeutung für die
Region und die Menschen im Klettgau.
Beide Pfade sind als Bohnerzpfad miteinander verbunden.
Ein Informationsstand bei der Cholplatzhütte (Parkplatz) bietet nicht nur die Möglichkeit,
Informationsmaterial über die beiden miteinander verbundenen Lehrpfade zur
Verfügung zu stellen, sondern auch eine beschränkte Anzahl Exponate auszustellen.
Entlang der Lehrpfade führen Informationstafeln den Besucher in spezifische Aspekte
der Themen rund um die Feuchtbiotope und den Bohnerzabbau ein.
Die drei Zwerge
Grummli, Zwibi und Stups (s. Begleitbüchlein) führen den Besucher durch die Anlage. Begleitbüchlein für Kinder und Erwachsene
Drei Zwerge, Grummli, Zwibi und Stups sind die drei Figuren, welche die Besucher
durch den Lehrpfad führen. Ihre Erlebnisse mit der Natur, den Tieren und dem Bohnerzabbau
erzählen sie in einem handlichen Büchlein. Illustriert ist das Büchlein von
Daniela Räss, die schon bei verschiedenen Kinderbüchern mitgewirkt hat, getextet
ist die Geschichte von Claudia Gysel.
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